|
Siegerveranstaltung des Wettbewerbs farm-future-2020
|
||
![]() ![]() ![]() |
Viele kreative Projekte und Konzepte für die Landwirtschaft der Zukunft standen für die Juroren beim Steyr-Wettbewerb farm-future-2020 zur Auswahl. Anlässlich der Austro Agrar Tulln wurden die Siegerteams präsentiert.
Ing. Andreas Klauser, President & CEO Case IH Agricultural Equipment, war von der ausgezeichneten Qualität der Einsendungen begeistert. „Die Förderung der Jugend, die in der Landwirtschaft tätig ist, hat bei uns einen sehr hohen Stellen-wert. Mit dem Ideenwettbewerb farm-future-2020 setzen wir auf die Kreativität der angehenden Agrarier. Die Umsetzung ihrer Visionen kann tatsächlich positive Entwicklungen in den Bereichen Landtechnik, Pflanzenbau oder Nutztierhaltung bedeuten.“ Klauser kündigte an, den Wettbewerb auch im nächsten Jahr weiter-zuführen.
Gemeinsam mit NRAbg. Johannes Schmuckenschlager (Lebensministerium) und Chefredakteur Bernhard Weber (Blick ins Land empfing Ing. Andreas Klauser die Siegerteams am Steyr-Stand bei der Austro Agrar in Tulln. Nach der offiziel-len Preisverleihung und der Vorstellung der erfolgreichen Projekte wurde ange-regt über die Vorteile und die mögliche Umsetzung der Ideen diskutiert.
FC Trac – ein Universaltraktor für alle Arbeiten
Stefan Paul Pfeiffer und Martin Forstinger, Schüler der HTL Wels, Fachrichtung Mechatronik, entwickelten einen System-Träger-Schlepper, mit dem fast alle Arbeiten im landwirtschaftlichen Bereich erledigt werden können. Projektziel war, durch maximale Flexibilität einen größtmöglichen Einsatzbereich abzudecken. Wichtige Punkte dabei sind ein rascher und unkomplizierter Gerätewechsel der verschiedenen Aufbauten und eine Bedienung, die für den jeweils gewählten Ein-satzzweck konzipiert ist.
Spezielle Konzeptmerkmale sind unter anderem eine Vollrahmenbauweise, eine variable Rahmenlänge, eine verschiebbare und um 180° drehbare Kabine und acht Kupplungspunkte für Aufbauten. Vier gleich große Räder sorgen für Boden-schonung, die Leistung kann variabel nach Arbeit zwischen 300 und 400 PS gewählt werden. Als Aufbauten kommen Überladewagen, Mähwerk, Mähdre-scher, Gülle- und Holzhackeraufbau zum Einsatz.
Die perfekte Präsentation inklusive einem animierten Projektvideo beeindruckte die Fachjury besonders.
Intelligenter Oberlenker bringt mehr Effizienz
Philipp Reiter-Haas und Matthias Huemer von der HBLFA Franciso Josephinum, 2. ALW, entwickelten einen intelligenten Oberlenker, der auf die unterschiedliche Hubhöhe des Unterlenkers reagiert und somit z.B. beim Dünger streuen einen optimalen Streuwinkel garantiert. Damit erfolgt die Verteilung wesentlich präziser.
Auch Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit haben die beiden angedacht: Durch einen verbauten Leitungsblock soll ein Kabel- bzw. Leitungssalat vermie-den werden. Ein Handgriff würde dann alle Anschlüsse für Anbaugerät oder An-hänger verbinden. Für die Fahrt in steilem Gelände empfehlen die Jungtechniker Warnsummer, die bei entsprechender Neigung durch Kippsensoren ausgelöst werden und durch einen Signalton gefährliche Situationen rechtzeitig anzeigen. Beim Fahren mit schweren Anbaugeräten ist die ausgleichende Ballastierung im Frontbereich wichtig für die Manövrierbarkeit des Traktors. Um auch hier sicher unterwegs zu sein, empfehlen die beiden eine optische oder akustische War-nung, sollte die Ballastierung nicht ausreichend sein.
TMC 2020 – mehr Effizienz, weniger Umweltbelastung
Thomas Bedenk, Maximilian Birle und Christoph Müller absolvieren den Master Studiengang Agrartechnik an der Universität Hohenheim. Sie setzen auf Ausbau und Optimierung von Precision Farming mit Hilfe kostengünstiger Referenzstati-onen (RTK). Damit sollte es gelingen, auch Getreide in Einzelkornsaat auszu-bringen und in einer Dreiecksanordnung die verfügbare Ackerfläche bestmöglich zu nutzen. Durch die genauen Positionsdaten der Saatkörner kann in der Folge auch bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln bis zu 70 Prozent einge-spart werden.
Mehr Arbeitskomfort, höhere Arbeitsgeschwindigkeiten, geringe Kosten, verbes-serter Verbraucherschutz durch lückenlose Dokumentation und minimale Um-weltbelastung verspricht das Team bei der Umsetzung seines Konzeptes.
Neue Agrar Schule 2020
Mit der Neuausrichtung der landwirtschaftlichen Fachschulen setzt sich Hans Kreimel in seiner Arbeit auseinander. Das Lehrangebot ist flexibel und richtet sich weitgehend nach den Bedürfnissen der SchülerInnen. Der Landwirt aus Krems erhielt für sein Projekt einen Sonderpreis.
Abschluss-Event dauerte zwei Tage
Steyr lud die Gewinner schon am Tag vor der Austro Agrar nach Wien. Auf den gemeinsamen Brunch folgte eine ausgedehnte City Tour inklusive Besichtigung von Schloss Schönbrunn und dem Besuch des Christkindlmarktes. Krönender Abschluss war das Depeche Mode Konzert.
St. Valentin 10. Dezember 2009
|
|